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Der Justizpalast von Eupen wird errichtet: Legung des ersten Steins

Montag, den 12. Juni 2017, wurde in Eupen eine Zeremonie für die Legung des ersten Steins organisiert, um den Bau des neuen Justizpalastes offiziell bekannt zu geben.

Diese fand in Gegenwart des Vice-Premierministers und Ministers für Innere Sicherheit, Jan Jambon, statt, der für die Gebäudeverwaltung verantwortlich ist, sowie des Justizministers Koen Geens. Gemeinsam haben Sie das Buch des Tages unterzeichnet, das anschließend für immer in einer der Mauern verschwand, die den zukünftigen Eingang des Justizpalastes bilden.

"Der Komplex befindet sich mitten im Zentrum auf dem Place de l’Hôtel de Ville (Rathausplatz). Das Projekt, das sich auf einen gesamten Block ausdehnt, sieht den Bau eines neuen Gebäudes vor, das an die bestehenden Gebäude anschließt, die renoviert werden“, erklärt Jan Jambon.

Dieser Justizpalast wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft in Form eines Baufördervertrags erbaut. Anschließend mietet die Baubehörde den Komplex für einen Zeitraum von 25 Jahren mit einer Kaufoption zu Ende des Mietvertrages.

 

Notwendigkeit eines neuen Justizpalastes

Seit Jahren möchte der FÖD Justiz seine Abteilungen in Eupen zusammenlegen.
Letztendlich wurde entschieden, die juristischen Abteilungen zu zentralisieren und ebenfalls das Restaurant des Personals und die Küchen des FÖD Finanzen in diesem neuen Komplex zu integrieren.

 

Arbeiten in zwei Phasen

Die Arbeiten erfolgen in zwei Phasen.

Die erste Phase besteht darin, die Zone freizulegen und den neuen Bürokomplex, die Sitzungssäle und das Restaurant zu errichten. Hierzu wurden die bestehenden Gebäude auf den Nummern 2, 4 und 6 des Rathausplatzes wie auch die Nebengebäude, der Hangar und die Garagen auf der Rückseite dieser Straße abgerissen. Der Bau hat begonnen. Diese im Januar 2017 begonnene Phase dauert ca. 18 Monate.

Nach dem Bau des neuen Gebäudes werden die Abteilungen, die sich derzeit in den alten Gebäuden befinden, umgelegt.
Die zweite Phase beginnt mit der umfangreichen Renovierung der Gebäude auf den Nummern 8 und 10. Diese ist auf ca. 1 Jahr angesetzt. Sobald diese vollständig renoviert worden sind, werden Sie von den Justizabteilungen genutzt.

 

Architektonischer Teil

Der zukünftige Komplex fügt sich nahtlos in das bestehende Stadtgefüge ein. Die Volumetrie schließt perfekt an die zu renovierenden Gebäude an. Die gewählten Materialien wie heller Putz, große Glasflächen sowie blauer Stein und Stahl werden dem Komplex ein zeitgenössisches Aussehen verleihen.
Der sich durch große Glasflächen hervorhebende Eingang wird klar als solcher erkennbar sein und symbolischen Charakter besitzen: die Gerichtsbarkeit ist transparent und für jedermann zugänglich. Über diesen Eingang erreicht man die Wandelhalle, die eine Glasscheibe zum Innenhof großzügig erhellt. Die 4 Sitzungssäle sind um diese Wandelhalle angelegt.
Die Besuchereingänge sind von jenen des Personals, der Verwaltungsbeamten und Rechtsanwälte getrennt.
Auf den Etagen sind die Büros der Gerichtsdiener und des Personals eingerichtet.

 

Nachhaltiger Bau

Der zukünftige Komplex genügt den Kriterien hoher Energieeffizienz.

- Blenden und Sonnenschutzverglasungen verhindern eine Überhitzung.
- Die sanitären Anlagen werden durch eine Regenwasserzisterne versorgt.
- Die flachen Bereiche des Komplexes werden mit einem Gründach bedeckt.
- Die gewählten Materialien sind nachhaltig, robust und Vandalismus gegenüber resistent.
- Der Personenverkehr innerhalb des Gebäudes leistet streng den Normen für eingeschränkte Mobilität Genüge.

 

Technische Daten

- Auftragnehmer und Verfasser des Projekts: Baubehörde
- Eigentümer und Bauherr: BEFIMMO
- Zukünftige Mieter: FÖD Justiz + Restaurant FEDOREST des FÖD Finanzen
- Architekt Baustellenleitung: ARCADE ARCHI
- Unternehmer: WUST S.A.
- Dauer der Arbeiten: 3 Jahre (einschl. der 1. Phase von 18 Monaten, des Umzugs von 4 Monaten und der 2. Phase von einem Jahr)
- Gesamtinvestitionskosten: 24 607 576,24 € einschl. MwSt. (einschl. Kauf den Grundstücks und des bestehenden Gebäudes + Unkosten: 3.827.592,37 € und die Arbeiten der ersten Installationen von 2.741.074,67 € einschl. MwSt.)
- Fläche des Mietobjektes: 8221 m² und 63 Stellplätze auf dem Parkplatz.
- Jahresmiete: 910 362,00 €/Jahr (114 €/m²/Jahr für die Büros, 57 €/m²/Jahr für die Archive, 75 €/m²/Jahr für die Wohnbereiche und 600 €/Stellplätze des Parkplatzes)
Mietzeit: 25 Jahre mit Kaufoption zu Ende des Mietvertrags